Medizintechnik

 

Implantate mit Reibflächen

Bei Metall-auf-Metall Hüftendoprothesen besteht die "Gleitpaarung" des Gelenks, der Gelenkkopf und die Gelenkpfanne, aus einer Kobalt-Chromlegierung (anstatt aus Polyethylen oder Keramik, die einen zu hohen Verschleiß aufweisen). Metalloberflächen lassen sich zu extremer Glätte polieren, sodass aufgrund physikalischer Effekte immer ein Flüssigkeitsfilm zwischen zwei solchen Oberflächen bestehen soll. Dadurch berühren sich die (ohnehin sehr harten) Metallteile nicht und es entsteht so gut wie kein Abrieb, so die Theorie. Die erste Metall-auf-Metall Hüftkappenprothese kam im Jahr 1991 auf den Markt und es zeigte sich, dass Kobalt-Chromlegierungen aus Gelenkimplantaten freigesetzt werden können. Das weiß man seit 1975. Die Tatsache, dass diese potentiell das umgebende Gewebe schädigen (Zerstörung von Weichteil- und Knochengewebe) können, ebenfalls.Darüber hinaus haben beide Metallionen genverändernde Wirkung; hexavalentes Chrom ist nachgewiesenermaßen krebserregend,

trivalentes Chrom ist möglicherweise und Kobalt wahrscheinlich krebserregend.

Namendo Solutions AG strukturiert den Gelenkkopf und die Pfanne, sodass bei selbst geringstem Abrieb kein Ionenaustausch möglich ist. Dies vermindert das Luxationsrisiko deutlich.




„Einwachsende“ Implantate

Micro- und nanostrukturierte Implantate können mit Körperzellen kommunizieren, weil sie auf der Oberfläche der Implantatmaterialien spezielle Eigenschaften aufweisen. Dadurch können sie sich haftfest verbinden und miteinander (hier das Implantat) kommunizieren. Das erfolgt über Elektronenaustausch. Deshalb weist die Implantatoberfläche freie Bindungsarme auf. Es sind u.a. Oberflächenstrukturen in der Größenordnung der Knochenzellenfortsätze (Haftstrukturen) und bioaktive Oberflächen. Die nanometer-strukturierten Implantate kommunizieren neben den Knochenzellen (Kraftübertragung) mit Epithel- und Endothelzellen. Sie verhindern, dass sich an Implantaten Plaque anlagert (führt zur Bildung von Blutgerinnseln [Thromben]) und verhindert

die Entstehung von Zwischenräumen an der Gewebe-Implantat-Grenzschicht (Taschenbildung).




Zahnmedizin

Auf der Grundlage der Zusammenarbeit mit der Charité, Abt. für zahnärztliche Prothetik und Alterszahnmedizin können folgende Aussagen getätigt werden: Verlorene Zähne werden in der Regel mit Hilfe der Brückentechnik ersetzt. Im geringen Maße erfolgt der Ersatz einzelner Zähne durch Stiftimplantate.

Durch Dentalbrücken können einzelne oder mehrere Zahnlücken überbrückt werden. Immer aber werden für die Pfeiler zwei gesunde Zähne benötigt, die dazu dann abgeschliffen werden müssen. Das bedeutet eine massive Schädigung der beiden Zähne; vor allem im Hinblick auf ihre Zukunft / Lebensdauer.

Stiftimplantate benötigen keine Pfeiler. Sie können auch besser individuelle Lösungen anbieten. Heutige Technologien sind jedoch noch nicht so ausgereift (Verträglichkeit, Lebensdauer / Haltbarkeit), dass sie unbedenklich und uneingeschränkt eingesetzt werden können. Durch die Nano-Technologie können auf den Implantatoberflächen solche individuellen Strukturen erzeugt werden,

die sowohl zum problemlosen haftfesten Anwachsen der Kieferknochenzellen als auch des Zahnfleisches führen.